Erneut natürlich gezeugtes Panda-Baby in Wiener Zoo geboren
Zum zweiten Mal ist im Wiener Tiergarten Schönbrunn ein natürlich gezeugtes Panda-Baby auf die Welt gekommen. Auf den Tag genau drei Jahre nach der Geburt seines großen Bruders Fu Long erblickte das Jungtier am Montag das Licht der Welt, wie der Zoo mitteilte. Es ist keine zwölf Zentimeter groß und geschätzte 100 Gramm schwer.
Fu Longs Geburt im August 2007 war eine kleine Sensation: Es war der erste Panda-Nachwuchs in einem europäischen Zoo, der auf natürlichem Wege gezeugt wurde. Die Geburt seines kleinen Geschwisterchens, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, ist jetzt das zweite solche Ereignis. Alle anderen Panda-Geburten in europäischen Zoos kamen durch künstliche Befruchtung zustande.
Wie auch bei der Geburt von Fu Long brachte die Mutter Yang Yang noch ein zweites Baby auf die Welt, das nicht überlebte. Auch um das lebende Panda-Baby macht sich die Direktion des ältesten Zoos der Welt Sorgen: In den ersten Lebensjahren haben Pandas eine Sterblichkeitsrate von 40 Prozent. In China werden Panda-Babys deswegen erst nach 100 Tagen getauft. Das Panda-Gehege bleibt nun in den kommenden Wochen geschlossen, damit sich die Panda-Mutter in Ruhe um ihr Baby kümmern kann.
Fu Long (“Glücklicher Drache”) verließ den Tiergarten Schönbrunn im vergangenen November, er wurde in das chinesische Panda-Forschungszentrum Bifengxia in der Provinz Sichuan gebracht. Seine von China ausgeliehenen Eltern sollen den Zoo in drei Jahren verlassen.
