Kleine Räuber im Aquarium
06.12.2011 von Wauz
unter Haltung Kleintiere
Aquarienliebhaber stellen mitunter fest, dass einige ihrer Fische plötzlich zu richtigen kleinen Räubern werden. Da wird die Brut aufgefressen oder andere Fische werden angeknabbert. Allzu schnell vergessen Aquaristen, dass selbst der friedfertigste Fisch ein Räuber sein kann. Grundsätzlich sind nämlich alle Fische, sofern sie keine Planktonfresser, an lebender Beute interessiert.
Fressen und gefressen werden
Insektenlarven, Krebse, Jungfische und auch kleinere Artgenossen zählen zur natürlichen Nahrung größerer Fische. Zwar fallen deshalb nicht alle Fischfamilien in die Kategorie der Raubfische, allerdings lässt sich auch keine klare Grenze ziehen. Nicht selten kommt es daher bei den Fischen zu Kannibalismus. Beispielsweise fressen einige lebendgebärende Fische ihre eigenen Jungen auf. Zum Teil hat es mit der natürlichen Auslese der Natur zu tun. In diesem Fall werden zum Beispiel kranke Artgenossen aufgefressen.
Raubfische besser nicht ins heimische Aquarium
Sicherlich gibt es auch Aquarianer, die es sich zum Hobby gemacht haben echte Raubfische wie Piranhas, Schlangenkopffische oder Flösselhechte im Aquarium zu halten. Allerdings können solche nur im Familienverbund einzeln oder mit gleich großen Arten gepflegt werden. Aus diesem Grund findet man eher selten ein Raubfischaquarium bei Privatleuten. Zudem werden die meisten Raubfischarten sehr schnell so groß, dass ein Standardaquarium für ihre Haltung nicht mehr ausreichen kann und lebende Wirbeltiere möchte so mancher Fischfreund nun auch nicht unbedingt verfüttern.
Die Vielfalt der Raubfische
Raubfische benötigen einen angestammten Lebensraum, der ihnen genügend Raum und Nahrung zur Verfügung stellt. Daher sind Fische wie Piranha, Riesenhai, Moräne oder Barrakuda auch besser in den Aquarien der Zoos untergebracht, als in der Wohnung des Aquarianers. Die Tiere hier, in einem den Bedingungen der freien Natur nachempfunden Umfeld zu beobachten, bereitet sicher auch großes Vergnügen. Echte Fischfreunde beschränken sich deshalb auf die Arten, die sich im heimischen Wohnzimmer auch wirklich wohlfühlen können.
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