Kratzbäume
09.09.2009 von Schnuffi
unter Haltung Kleintiere, Tipps & Tricks Kleintiere, Zubehör Kleintiere
Katzen verfügen von Natur aus über scharfe Krallen, die sie bei Bedarf ausfahren können. Diese Krallen werden durch die Katze regelmäßig durch Kratzen gepflegt und geschärft. Abgewöhnen kann man der Katze dieses instinktive Verhalten nicht. Um Schäden an Möbeln, Türen und Wänden zu vermeiden empfiehlt sich für Katzenhalter die Anschaffung eines Kratzbaumes.
Kratzbäume sind naturnah angelegt
Kratzbäume für Katzen gibt es im Zoofachhandel, manchmal auch in den Fachabteilungen der Warenhäuser. In ihrem Grundaufbau ähneln sich die Kratzbäume trotz einiger Unterschiede sehr. Meist bestehen sie aus einer Grundplatte und einem oder mehreren Hohlrohren aus fester Pappe oder Kunststoff, die mit Sisal umwickelt sind. Diese natürliche Faser wird zu Seilen verarbeitet und fest um die Hohlrohre gewickelt. Zunehmend sind im Handel auch wieder Kratzbäume aus massivem Holz, meist echte Ast- oder Stammstücke zu erhalten. In jedem Fall bieten die Kratzbäume den Katzen die Möglichkeit, zu klettern und die Krallen zu wetzen. Alternativ zu den bekannten Kratzbäumen gibt es auch Kratzbretter und Kratzmatten. Diese eignen sich immer dann, wenn die Katze keinen Kratzbaum mag oder die Räumlichkeiten für einen Kratzbaum nicht passend sind. Kratzbretter können an beliebten Stellen für die Katze ausgelegt werden, Kratzmatten bringt man am besten dort an, wo die Katze schon einmal gekratzt hat oder dies tun wollte.
Eine Auswahl an tollen Kratzbrettern- und Matten finden Sie hier:
Kombinationen aus Kratzbaum und Schlafplatz sind beliebt
Meist bestehen die Kratzbäume nicht nur aus dem Kratzbaum an sich sondern werden mit Liegeflächen und Höhlen für die Katzen versehen. Da Katzen gern weiter oben liegen und sich so gewissermaßen einen Aussichtspunkt für das Treiben um sie herum schaffen, sind besonders Kratzbäume mit Höhlen und Liegeflächen in der Höhe bei den Katzen gefragt. Seltener benutzen Katzen Höhlen, die ebenerdig sind. Hier sollte der Katzenfreund die Vorlieben seiner Katze kennen und einen entsprechenden Kratzbaum auswählen. Wer mehrere Katzen hat entscheidet sich zweckmäßigerweise für einen Kratzbaum mit mehreren Elementen.
Einen Kratzbaum kann man auch selbst bauen
Wer an den im Handel erhältlichen Kratzbäumen keinen Gefallen findet kann sich den Kratzbaum auch selbst bauen. Dafür wird ein mindestens oberarmdickes Stück Stamm benötigt. Dieses kann zwischen Boden und Decke verklemmt oder verschraubt werden und bietet so der Katze die Gelegenheit zum Klettern und Kratzen. Auch die Ausstattung mit einer Bodenplatte ist möglich. Bei allen Kratzbäumen gilt es, auf die hohe Standfestigkeit zu achten. Umfallende Kratzbäume verschrecken nicht nur die Katzen sondern können unter Umständen auch Schäden in der Wohnung und deren Einrichtung nach sich ziehen.
Bevorzugt zum Eigenbau eines Kratzbaumes sind Obstgehölze. Diese sind meist nicht so hart, haben eine weichere Rinde und splittern weniger als Fichte oder Kiefer.
Vom Kratzbaum zum Abenteuerspielplatz
Die meisten Katzen sind sehr verspielt und toben auch einmal gern durch die Wohnung. Besonders in den Dämmerungsstunden sind die kleinen Vierbeiner besonders aktiv. Wer für seine Katze mehr als nur einen praktischen Kratzbaum bereitstellen möchte kann mehrere dieser Kratzbäume miteinander kombinieren. Verschiedene Höhen und Sitzflächen, unterschiedliche Materialien und vielleicht Verbindungen mit schmalen Brettern und Seiten machen aus dem einfachen Kratzbaum einen wahren Abenteuerspielplatz für die Katze. Hier kann nach Herzenslust geklettert, gesprungen, gelegen, geklettert und eben auch gekratzt werden.
Tolle Kratzbäume zum Toben und Schlafen für Ihre Lieblinge finden Sie hier:
Foto: Elena Butinova – Fotolia.com
